Daten der Wanderung
Wertung

Lage der Wanderung
Höhenprofil

Daten
Länge: 13,4 km
Ausgangspunkt: Parkplatz auf der östlichen Friedhofseite in Öschingen.
Parkplatz GPS (Lat,Lon): 48.411443, 9.111443
Wanderkarte: Freizeitkarte 523, Tübingen, Reutlingen, Schönbuch, Zollernalb, Landesvermessungsamt Baden-Württemberg
Wanderbeschreibung
Bergrutsch bei Öschingen
Die Wanderung beginnt am Friedhof in Öschingen. Ein besonders schöner Anblick des Albtraufs bietet sich hier. Links erhebt sich steil und breit der Schönberg. Es schient als hätte jemand mit dem Lineal einen Strich gezogen und anschließend wie bei einem Ei die Spitze abgeschlagen - er wirkt wie ein Tisch für Riesen und eine solche oder eine ähnliche Assoziation muss wohl namensgebend für diese Art der Albberge gewesen sein. Berge mit einer ausgedehnten Plateaufläche werden auch als Tafelberge bezeichnet.
Vor uns liegt das Naturschutzgebiet Öschenbachtal
. Die Wanderung führt durch die Obstwiesen Richtung Albtrauf. Nach nur wenigen Metern bietet sich ein weiterer spektakulärer Blick. Eine große, weiß strahlende Wunde zieht den Blick auf sich. Wie beim Bergrutsch in Mössingen hat sich der Hang nach Regenfällen in Bewegung gesetzt und ist zu Tal gerutscht. Aufgrund der hier vorherrschenden geologischen Situation neigen die Hänge immer wieder zu Rutschungen – mit fatalen Folgen für die Bewohner am Hangfuß
(1)
(2).
Durch die Obstwiesen - auf denen ab und an die ein oder andere Kuh weidet – geht es zunächst auf gut befestigten Wegen leicht bergauf bis in den Wald hinein. Nach einer Weile biegt linkerhand ein Pfad ab (Wegpunkt 1-2) - und damit man den auch nicht verpasst, wurde mit viel Farbe darauf hingewiesen: „Hier geht's lang“.
Filsenberg
War der Anstieg bisher gemütlich, so wird er jetzt mit jedem Schritt etwas steiler – zum Schluss könnte man schon fast sagen, er wird anstrengend. Wenn man sich so den Albtrauf hinaufkämpft, finde ich immer wieder aufs Neue die Stellen faszinierend, die voller Hangschutt sind, wo das Geröll fast die gesamte Fläche bedeckt, man kaum noch Erdboden sieht und dennoch Wald wächst.
Schließlich endet der Anstieg und man erreicht das Plateau des Filsenberges (Wegpunkt 3-4)
. Vor einem erstreckt sich eine weite Wiesenlandschaft. Der Filsenberg wirkt wie ein Park, fast wie eine große Freizeitanlage. Der Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass man hier oben am Wochenende und an schönen Tagen alles andere als alleine ist. Familien grillen, Kinder tollen über die Wiesen und spätestens, wenn man zum Meisenbühl gelangt – eine sich aus der Plateaufläche heraushebende Kuppe – und sich vor dem Blau des Himmels bunte, wild tanzende Drachen abheben, mag man nicht glauben, dass man sich in einem Naturschutzgebiet mit hohem Orchideenreichtum befindet. Laut (3) finden sich hier Arten wie Fliegenragwurz oder Pyramiden-Spitzorchis.
So wandert man über die Hochfläche und erreicht bald den Grund für das Gedränge: Ein Wanderparkplatz (Wegpunkt 5-6) ermöglicht den gemütlichen, anstrengungsfreien Aufstieg zum Filsenberg.
Zurück ins Öschenbachtal
Nach dem Parkplatz führt der Weg noch eine Weile über die Hochfläche und erreicht schließlich den Wald (Wegpunkt 7). Zunächst noch einem breiten Forstweg folgend geht der Weg bald in einen Pfad über und führt am Traufrand entlang. Am Aussichtspunkt Bolberg (880 m ü. N.N) befindet sich eine Hütte und Grillstelle (Wegpunkt 8-10). Die Wanderung führt noch eine Weile am Traufrand entlang, doch bald darauf beginnt der Abstieg ins Öschenbachtal mit Ziel Hirschhäusle. Der Abstieg weist eine kleine Schwierigkeit auf, da die Wanderung an einer Stelle auf nicht bezeichneten Wegen oder besser gesagt Pfaden verläuft. Hat man diese Hürde erfolgreich genommen, erreicht man eine weitere Hütte – das Hirschhäusle (Wegpunkt 11-17) und schon geht es wieder bergauf Richtung Roßberg. Aber keine Sorge – der Anstieg ist nicht annähernd so schweißtreibend wie der Anstieg auf den Filsenberg.
Aussichtsturm, Wanderheim und Gaststätte auf dem Roßberg
Auf dem Roßberg befindet sich ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins (Wegpunkt 18-21). Das Wanderheim
ist bewirtschaftet, so dass sich eine Pause anbietet.
Allerdings sollte man die Ruhetage beachten (4).
Der Roßberg bietet eine beeindruckende Aussicht auf den Albtrauf und das Albvorland. So kann man einen Blick auf den Filsenberg werfen oder auch den Dreifürstenstein – zu dem es auf Schoener-Suedwesten.de auch eine
Wanderbeschreibung gibt.
Der Abstieg zurück ins Tal vollzieht sich in Etappen. Auf der ersten Etappe wandert man noch durch den Wald (Wegpunkt 22-24). Dann erreicht man erneut ein Hochplateau, das an den Filsenberg erinnert. Die parkartige Landschaft ist allerdings stärker aufgelockert durch solitäre Bäume. Ab und an kann man eine Schafherde über die Fläche ziehen sehen.
So erreicht man wieder den Wald, wandert bergab und gelangt nach Öschingen. Durch den Ort geht es zurück zum Ausgangspunkt (Wegpunkt 25-33).